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Sanierung

Sanierung der Linachtalsperre


Zur Reaktivierung der Linachtalsperre wurde ein Sanierungskonzept aufgestellt, das von folgenden Zielen ausgeht:

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Durch die Sanierung und Wiederherstellung des Stausees wurde wieder eine touristische Nutzung ermöglicht, die für die Stadt Vöhrenbach und die Region große Bedeutung hat. Im Linachkraftwerk, das seit 1998 als Durchleitungskraftwerk wieder Strom erzeugt hatte, wird der Stausee ergänzend zur regenerativen Stromerzeugung genutzt. Die Sanierungskosten wurden vor dem Baubeginn mit 4,43 Millionen Euro berechnet. Nachdem das Sanierungskonzept die Realisierbarkeit des Sanierungsprojekts nachgewiesen hatte, hat der Gemeinderat am 4. April 2003 den Grundsatzbeschluss zur Durchführung des Projekts gefasst.

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Montage der Geomembran-Abdichtung

Nach umfangreichen Vorplanungen und Abstimmungsgesprächen mit den zuständigen Behörden wurde im November 2003 der Antrag für die wasserrechtliche Bewilligung des Vorhabens eingereicht. Das Regierungspräsidium Freiburg hat am 21. März 2005 die wasserrechtliche Bewilligung erteilt.

Die Finanzierung dieses außergewöhnlichen Großprojekts war für die Stadt Vöhrenbach nur mit hohen Zuschüssen öffentlicher und privater Stellen möglich. Etwa 4,0 Mio. Euro waren zu Beginn der Sanierung durch Zuschüsse finanziert. Zuschussgeber sind die Landesstiftung Baden-Württemberg mit 1,73 Mio Euro, das Land Baden-Württemberg (Denkmalpflege, Tourismus), der Bund, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Schwarzwald-Baar-Kreis und die Badenova.

Nach Ausschreibung der Baumaßnahme im Juni 2005 konnte am 17. September 2005 der Spatenstich als Startschuss für die Sanierungsmaßnahme erfolgen. Anschließend wurde der Stauraum mit Hilfe zahlreicher ehrenamtlicher Helfer vom Bewuchs geräumt. Die Baumaßnahme umfasste im wesentlichen die Gewerke Betonsanierung, Geomembran-Abdichtung der Wasserseite, Stahlwasserbau sowie Regelung und Steuerung. Die eigentlichen Baumaßnahmen konnten wegen des unerwartet langen Winters erst Anfang April 2006 begonnen werden. Ende Oktober konnte die Geomembran-Abdichtung fertig gestellt werden. Bei der Betonsanierung traten zeitliche Verzögerungen auf, so dass die Arbeiten bis Ende 2006 nicht ganz fertig gestellt werden konnten, was hauptsächlich durch Mehraufwand bei den Massen verursacht ist. Die Betonsanierung konnte im Mai 2007 abgeschlossen werden.

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Am 16. März 2007 wurde der Probestau des Wassers eingeleitet. Er diente der Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Anlagen und war eine Voraussetzung für den späteren Vollstau. Bis Mitte April wurde das vorläufige Stauziel des Probestaus erreicht. Seither wurde das Stauziel schrittweise bis zum Vollstau erhöht, wobei ständige Kontrollen des Bauwerks stattfanden. Im Oktober 2007 wurde das Vollstauniveau erreicht.

Im Zuge der Baudurchführung ergaben sich bei der Betonsanierung erhebliche Mehrkosten, weil sich die zu sanierenden Schäden gegenüber der Planung stark erhöhten. Außerdem waren teilweise Umplanungen und zusätzliche Bauarbeiten (Sanierung Fußgängersteg, Hochwasserüberlauf, Tosbecken u.a.) erforderlich, die die Baukosten weiter erhöhen. Die Sanierungskosten erhöhten sich um über 2,6 Mio. auf 7,1 Mio. Euro. Um diese enorme Kostensteigerung zu finanzieren, wurden zusätzliche Zuschüsse beantragt und von verschiedenen Stellen auch zugesagt, so dass schließlich über 80% der Baukosten durch Zuschussgeber gefördert wurden.. Die Stadt Vöhrenbach musste aber auch ihren Eigenanteil erheblich erhöhen. Ein Teil der Eigenmittel konnte durch Spendenaktionen des Fördervereins und Sponsoring aufgebracht werden.

Die Sanierung der Linachtalsperre wird von folgenden Institutionen gefördert:

Die wichtigsten Gewerke wurden ausgeführt von:

Linachtalsperre mit Beleuchtung

Die Linachtalsperre kann nachts beleuchtet werden. Am 27.9.2007 wurde die eindrucksvolle, farbige Beleuchtung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Bürgermeister Strumberger würdigte dabei besonders die Firma Hess AG Form+Licht aus Villingen-Schwenningen, die die Beleuchtungskörper kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Die Beleuchtung wird bei besonderen Anlässen eingeschaltet.

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Linachtalsperre mit großem Bürgerfest eingeweiht

Mit einem großem Festwochenende von Freitag, 30. Mai bis Sonntag, 1. Juni 2008 wurde die sanierte Linachtalsperre feierlich eingeweiht. Die Stadt Vöhrenbach feierte mit zahlreichen Gästen aus nah und fern dieses einmalige Ereignis. [mehr]

Aktion "Schwitzen statt Sitzen" fortgesetzt

Am Linachstausee hat Christian Muthmann mit einer Arbeitsgruppe im Rahmen des Programms "Schwitzen statt Sitzen" im Jahr 2009 weitere Arbeiten am Wanderweg rund um den Stausee erledigt. An einigen Stellen wurden Engstellen beseitigt, die durch den Ausbau der Linachstraße entstanden waren. Außerdem stellten sie an nassen Stellen eine Entwässerung her. Teilnehmer des Programms waren Jugendliche, die zur Verbüßung von Vergehen gemeinnützige Arbeit leisteten.

Justizminister Goll besuchte Linachtalsperre

Justizminister Dr. Ulrich Goll besuchte am 6. April 2009 die Linachtalsperre. Er informierte sich in Begleitung von Bürgermeister Strumberger und einigen Stadträten dabei vor allem über das Projekt "Schwitzen statt Sitzen", bei dem Straffällige als Ersatz für Freiheitsstrafen gemeinnützige Arbeiten verrichteten. Unter der Leitung von Christian Muthmann vom Bezirksverein für soziale Rechtspflege wurden der Stauraum vom Bewuchs geräumt, ein Wanderweg um den Stausee und eine Liegefläche angelegt. Dabei haben die jugendlichen und erwachsenen Arbeiter insgesamt 3.850 Stunden geleistet. Durch das große Engagement von Christian Muthmann konnte für die Betroffenen der Vollzug von Freiheitsstrafen vermieden werden und gleichzeitig wurden durch deren Arbeit erhebliche Kosten für die Allgemeinheit eingespart.