Wasserkraftkommune

Vöhrenbach, die Wasserkraftkommune


Die Energiegewinnung aus Wind, Wasser, Biogas, Sonne, Geothermie usw. hat in den letzten Jahren neue Rekorde erreicht. In keinem anderen Land geht der Ausbau erneuerbarer Energien so schnell voran, wie in Deutschland. Der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch beträgt mittlerweile 14 %. Am gesamten deutschen Energieverbrauch beträgt der Anteil mit 219 Mrd. kWh inzwischen 9 %. dies geht aus den am 8. Januar 2008 veröffentlichten Jahreszahlen des Bundesverbandes Erneuerbarer Energien (BEE) hervor.

„Klimaschutz ist eine kommunale Zukunftsaufgabe. Städte und Gemeinden stehen hier in besonderer Verantwortung“, so Dr. Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes im Rahmen des Ersten Deutschen Online Klimagipfels, an dem 80 Klimaexperten aus den verschiedensten Bereichen teilnahmen und über die Frage, wie Städte und Gemeinden bei der Umsetzung einer effizienten Klimaschutzpolitik unterstützt werden könnten, diskutierten.

Vöhrenbachs Beitrag zum Klimaschutz: Nutzung der Wasserkraft in Vöhrenbach

Auch die Stadt Vöhrenbach trägt als traditionelle Wasserkraftkommune einen wesentlichen Anteil zum Klimaschutz bei. Als Stadt der Bäche und Täler nutzt sie schon seit vielen Jahren die Kraft des Wassers zur Erzeugung sauberer und umweltfreundlicher Energie.

Neun Wasserkraftanlagen mit insgesamt 876 kW Nennleistung erzeugten im Jahr 2007 über 2,3 Mio. kWh Strom aus der Wasserkraft Vöhrenbachs. Die größte dieser Anlagen ist das Linachkraftwerk mit einer Nennleistung von 435 kW.

Zum Vergleich:
In Baden-Württemberg sind etwa 1.200 kleine Wasserkraftanlagen (bis 1 Megawatt Nennleistung) mit einer Gesamt-Nennleistung von 120 MW in Betrieb. Die 63 großen Wasserkraftanlagen in Baden-Württemberg mit einer Nennleistung von jeweils mehr als 1 MW kommen zusammen auf eine Gesamt-Nennleistung von 650 MW. Aus Wasserkraftwerken im Land werden etwa 7,5 % des Strombedarfes von Baden-Württemberg gedeckt.

Im Schwarzwald-Baar-Kreis sind 46 Wasserkraftanlagen in Betrieb. Sie gehören alle in die Kategorie der kleinen Wasserkraftwerke (bis 1 MW Nennleistung).
Auf die Gemeinden bezogen ergibt sich folgendes Bild:
Vöhrenbach (9),
Triberg (8),
Donaueschingen, Villingen-Schwenningen und Schonach (5),
Bräunlingen (4),
Furtwangen und Hüfingen (2),
Blumberg, Dauchingen, Gütenbach, Königsfeld, St. Georgen, Unterkirnach

Hinzu kommt der stetig steigende Anteil des aus 71 Vöhrenbacher Photovoltaikanlagen erzeugten Solarstroms mit fast 500.000 kWh.

Bezogen auf den Energieverbrauch der Haushalte betrug somit der Anteil des regenerativ erzeugten Stromes in der Stadt Vöhrenbach im Jahr 2007 knapp 40 %

Zur Zeit bedeutet bei konventionellen Kraftwerken die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom durch Kohle die Freisetzung von 0,809 Kilogramm CO2.
Der in Vöhrenbach erzeugte Ökostrom bewirkt daher eine jährliche Einsparung von über 2 Millionen kg klimaschädlichem CO2.

Allgemeines zu Wasserkraftwerken


Weiterführende Links

www.thema-energie.de - Informationen über Einzelthemen der Wasserkraft
www.wasserkraft-deutschland.de - Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke e.V.
www.wasserkraft.org - Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Deutschland
www.kommunal-erneuerbar.de - Starke Kommunen mit erneuerbaren Energien
www.talsperren.net - Talsperren in Deutschland
www.talsperrenkomitee.de - Deutsches Talsperrenkomitee

Kinder erkunden die Wasserkraft

Wie aus Wasser Strom entsteht, lernten die Kinder von der Elfenbande an der Linachtalsperre und bei der Exkursion ins Kraftwerk. Spannend war auch, wie in der Drechslerei Fix ein Kleinkraftwerk mit Wasserrad den ganzen Betrieb mit Strom versorgt. Hierzu gibt es bei YouTube ein interessantes Video: Link zum Video


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