Einwohnerversammlung
Stadtansicht Vöhrenbach

Einwohnerversammlung in Hammereisenbach:

Wie geht es mit dem Landmarkt weiter?

Vöhrenbach  10 Jahre ist es her, dass Schlagzeilen und große Aufregung über die anstehende Schließung des Dorfladens „Galli“ die Bevölkerung in Hammereisenbach verunsicherte und in Aufruhr versetzte. Nun, 10 Jahre später, beschäftigt eben dieses Thema erneut die Menschen in Hammereisenbach und Urach, denn der jetzige Inhaber möchte den Landmarkt zum Jahresende schließen, sollte sich keine Nachfolge abzeichnen. Dabei geht es dem Dorfladen nicht schlecht. Die Bevölkerung und viele Menschen, die durch Hammereisenbach fahren, schätzen das kleine, ansprechende Geschäft mit dem gut sortierten Angebot, das einen wichtigen Lebensmittelpunkt in dem kleinen Ortsteil darstellt. Die monatelange Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Hammereisenbach hätte für viele andere Geschäfte das sichere Aus bedeutet, nicht so für den Landmarkt. Die Stadt unterstützte, indem trotz der Schließung Anfahrtsmöglichkeiten geschaffen wurden. Und insbesondere die Bevölkerung stand geschlossen hinter „ihrem Laden“, kaufte gezielt dort ein und sorgte so mit dafür, dass der Landmarkt jetzt, einige Monate nach der Eröffnung der Ortsdurchfahrt, fast wieder genauso gut dasteht wie zuvor. Wenn da nicht die große Frage nach dem „Danach“ im Raum stehen würde. „Am Jahresende ist Schluss“, so der jetzige Betreiber. Nicht, weil der Landmarkt sich nicht trägt, sondern aus persönlichen Gründen.
 
Um hier vorzubeugen, ins Gespräch zu kommen und vielleicht ganz neue Wege zu gehen, fand am 28.11.2026 eine Einwohnerversammlung in der Sommerberghalle statt, organisiert durch die Stadt Vöhrenbach in enger Absprache mit Ortsvorsteher Patrick Hellenschmidt und dem derzeitigen Ladeninhaber Andreas Würthner. Rund 100 Personen ließen es sich nicht nehmen, mit dabei zu sein und kamen in einen intensiven Austausch. Zwar gibt es bisher Anfragen zu einer Geschäftsübernahme aber leider nichts Konkretes. Aus diesem Grund wurde überlegt, ob es möglich wäre, eine Genossenschaft zu gründen, um den Landmarkt künftig gemeinschaftlich zu betreiben, sollte sich keine Privatperson hierzu bereit erklären. Eine Schließung soll auf jeden Fall verhindert werden. Benötigt werden hierzu zum einen Personen, die bereit sind, sich an der Gründung einer Genossenschaft zu beteiligen, zum anderen Unterstützer, die sich vorstellen können, sich bei Gründung einer Genossenschaft durch den Kauf von Anteilen finanziell und/oder ehrenamtlich mit einzubringen.
 
Andreas Würthner unterstrich im Rahmen der Einwohnerversammlung seine Bereitschaft, einen neuen Betreiber eine Zeitlang zu begleiten und zu unterstützen, sei ein nun eine natürliche Person oder eine Gruppe, die sich gemeinschaftlich auf den Weg gemacht hat, eine Genossenschaft zu gründen.
 
Für das Projekt „Wir gründen eine Genossenschaft, zum Erhalt des Landmarktes“ gab es schon am Tag der Einwohnerversammlung viele Unterschriften. Ortsvorsteher Patrick Hellenschmidt erklärte sich bereit, im Rahmen des Projektes interessierte Personen zusammen zu bringen. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen.

(Erstellt am 03. November 2026)
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